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Tierschutz Pferderennen Eine verlorene Wette Pferde Reiten Reiterh fe Pferd Gest t Zucht

Pferderennen bringen - entgegen ihrem elitären Image - Mißbrauch und Probleme mit sich. Medikamentenmißbrauch, Verletzungen der Pferde, organisiertes Verbrechen und ein nachlassendes Interesse der Öffentlichkeit machen diesem Geschäftszweig zu schaffen. Peitschen und Scheuklappen sollten uns deutlich sichtbar daran erinnern, daß es sich bei Pferderennen auch nur um eine Form der Tierausbeutung handelt. Drogen und Betrug In den USA gibt es auch bei Rennpferden ein Drogenproblem. Viele Pferde wurden von ihren Trainern bereits zu Junkies gemacht, manche sogar von ihren Tierärzten, die häufig Medikamente illegal liefern, um Tiere auf der Rennbahn zu halten, wenn sie gar nicht an den Start gehen sollten. (1) In den USA gängige Medikamente wie Lasix, ein Furosemid, und Phenylbutazon lindern zwar die Symptome wie Schmerzen und Blutungen, behandeln jedoch nicht die zugrundeliegenden Ursachen; dadurch wird es den Pferden ermöglicht, sogar mit Haarriß-Brüchen an den Start zu gehen, was ohne Medikamentengabe viel zu schmerzhaft wäre, als daß die Tiere überhaupt laufen könnten. Verletzungen und chronisches Lahmen sind daher an der Tagesordnung. Die Tierärzte der Amerikanischen Vereinigung der Pferdeveterinäre (American Association of Equine Practitioners) haben 60 bis 90% der Rennpferde als "erheblich lahmend" beurteilt. (2) Pillen mögen zwar den Schmerz überdecken, heilen aber keine Knochen; daher brechen etwa 2.000 Rennpferde jährlich auf der Rennbahn zusammen. Manchmal werden auch die Jockeys dabei verletzt. Lasix wird auch verwendet, um das Vorhandensein illegaler Substanzen zu verschleiern, indem es deren Konzentrationen abschwächt. Ein weiteres Problem der derzeitigen Nachweismethoden besteht darin, daß man manche Medikamente in so geringen Dosen anwenden kann, daß sie praktisch nicht nachweisbar sind. Die Trainer suchen außerdem ständig nach neuen Drogen, die noch schwerer nachzuweisen sind, u.a. auch solche "die noch gar keinen Namen tragen... (vom) Schwarzmarkt für heimische Drogen stammen und illegal im- und exportiert werden", so ein Tierarzt. (3) Bestimmungen für Rennen Viele der bundesstaatlichen Gesetze und Bestimmungen für Pferderennen in den USA beziehen sich auf die Verwendung von Drogen und Medikamenten. Die Rennkommissionen sind im allgemeinen allerdings weniger beunruhigt über den gesundheitlichen Zustand der Rennpferde als vielmehr daran interessiert, das Renngeschäft ständig lukrativer zu machen. Selbst gefährliche Rennen wie das "Selbstmord-Rennen" des Staates Washington oder potentiell tödliche Dauer-Rennen sind legal, auch wenn es ein paar Einschränkungen geben mag hinsichtlich vorgeschriebener Ruhepausen, dem Mindestalter des Jockeys etc., damit den örtlichen Tierschutzvorschriften Genüge getan wird. Aber weder das Tierschutzgesetz der USA noch das Gesetz zum Schutze von Pferden finden für Rennpferde Anwendung, wodurch diese vollständig der Gnade der Rennkommissionen und der örtlichen Beamten unterliegen. Verborgene Kosten Rennpferde müssen bei jedem Wetter und auf jeder Art von Rennbahn antreten. Weil die Bundesstaaten der USA um jeden Preis so viel Gewinn wie möglich aus ihren Rennbahnen herausholen wollen, zwingen sie deren Betreiber, das ganze Jahr über geöffnet zu bleiben, auch wenn die Winter besonders streng sind. Allerdings handelt es sich für viele Staaten bei Pferderennen um eine verlorene Wette. Der Bundesstaat Maryland, der lediglich ein halbes Prozent der Einnahmen einer Rennbahn erhält - verglichen mit sechs Prozent im Bundesstaat Iowa (4) - verabschiedete 1985 ein Gesetz, um dem sterbenden Geschäftszweig eine Finanzspritze in Form einer jährlichen 12 Millionen Dollar- Steuervergünstigung zu verabreichen. (5) Im Bundesstaat Minnesota verlor die neue Canterbury Downs-Rennbahn innerhalb eines Jahres 7,9 Millionen Dollar anstatt dem Staat die erwarteten 10 Millionen Dollar Gewinnn einzubringen. Die Gelder, die für die Verwaltung und die Drogentestlabors ausgegeben werden, gehen ebenfalls von den Renneinnahmen des Staates ab. Legalisierte Wetten erzeugen außerdem Ausgaben für den Staat, da sie unweigerlich auch zu illegalem Glücksspiel und anderen ungesetzlichen Aktivitäten führen. Jeder dritte Glücksspieler geht gelegentlich auch illegale Wetten ein; jeder zehnte Spieler wird süchtig und trägt damit schließlich zu Gewalttaten gegen seine Ehefrau, Kindesmißbrauch und Wirtschaftskriminalität bei. Diese Probleme können nicht nur Geld sondern auch Leben kosten. Rennen können auch "abgesprochen" sein und so bei den Wettenden zu hohen Wettverlusten führen - bei einem Fall dieser Art in Chicago waren es in nur einer Woche Millionen von Dollars. (7) Wenn Rennpferde nicht gewinnen Wenn Pferde auf der Rennbahn laufen, dann rennen sie nicht nur gegeneinander. Die harten Rennbahnoberflächen, das geringe Alter der Pferde und das schlechte Wetter stellen für die Läufer weitere Hindernisse dar. Unnatürlich harte Bahnen mögen vielleicht die Rennzeiten verbessern, können andererseits jedoch auch Verletzungen der Pferdegelenke verursachen. Pferde werden oft schon im Alter von nur zwei Jahren ins Rennen geschickt, also noch bevor ihre Knochen vollständig ausgebildet sind, was dann häufig zu entsprechenden Verletzungen führt. Pferde, die wiederholt versagen, also keine Gewinne einfahren, werden dafür selten belohnt, indem man sie in eine angenehme Rente schickt. Viel wahrscheinlicher ist es, daß ihnen ein unfeierlich früher Tod bevorsteht und ihre Körperteile zu Hundefutter und Klebstoff verarbeitet werden. So manches Pferd wird sogar gewaltsam getötet, um noch Versicherungssummen abzukassieren. Zwei bezahlte Killer erstickten in New Jersey Pferde mit Müllbeuteln und Tischtennisbällen, brachen einem Pferd das Genick, töteten Pferde per Stromschlag, schossen ein Pferd in den Kopf und brachten andere Pferde um, indem sie vorsätzlich Brände in den Scheunen legten. (8) Nur sehr wenige Pferde gewinnen hohe Einsätze, werden berühmt und führen ein glanzvolles Dasein. Die überwiegende Mehrheit führt vielmehr ein Leben voller Streß, das nur allzu häufig von Verletzungen, Verkrüppelungen und vorzeitigem Tod gekrönt wird. Indem Sie sich weigern, bestehende Rennbahnen durch Ihren Besuch oder Ihre Wetten finanziell zu unterstützen, sich außerdem darin engagieren, die Rennbestimmungen zu reformieren und umzusetzen, und indem Sie sich gegen den Bau neuer Rennbahnen aussprechen, können Sie dazu beitragen, diesem grausamen und ausbeuterischen Metier zu dem längst fälligen Ende zu verhelfen. (1) Lyneis, Dick, "It Was a Week Like No Other," Albuquerque Journal, Jan. 24, 1988, p. A8. (2) Pacelle, Wayne, "Horse Racing: Whats Around the Bend?" The Animals Agenda, June 1988, p. 16. (3) Op. cit., p. 19. (4) Op. cit., p. 52. (5) "A Run for the Roses," The Washington Post, May 5, 1988. (6) Texans Who Care, paid political advertisement. (7) Ibid. (8) Kram, Mark, "Making a Killing," Philadelphia Daily News, May 4, 1988, p. 97. Quelle: PETAPferderennen bringen - entgegen ihrem elitären Image - Mißbrauch und Probleme mit sich. Medikamentenmißbrauch, Verletzungen der Pferde, organisiertes Verbrechen und ein nachlassendes Interesse der Öffentlichkeit machen diesem Geschäftszweig zu schaffen. Peitschen und Scheuklappen sollten uns deutlich sichtbar daran erinnern, daß es sich bei Pferderennen auch nur um eine Form der Tierausbeutung handelt. Drogen und Betrug In den USA gibt es auch bei Rennpferden ein Drogenproblem. Viele Pferde wurden von ihren Trainern bereits zu Junkies gemacht, manche sogar von ihren Tierärzten, die häufig Medikamente illegal liefern, um Tiere auf der Rennbahn zu halten, wenn sie gar nicht an den Start gehen sollten. (1) In den USA gängige Medikamente wie Lasix, ein Furosemid, und Phenylbutazon lindern zwar die Symptome wie Schmerzen und Blutungen, behandeln jedoch nicht die zugrundeliegenden Ursachen; dadurch wird es den Pferden ermöglicht, sogar mit Haarriß-Brüchen an den Start zu gehen, was ohne Medikamentengabe viel zu schmerzhaft wäre, als daß die Tiere überhaupt laufen könnten. Verletzungen und chronisches Lahmen sind daher an der Tagesordnung. Die Tierärzte der Amerikanischen Vereinigung der Pferdeveterinäre (American Association of Equine Practitioners) haben 60 bis 90% der Rennpferde als "erheblich lahmend" beurteilt. (2) Pillen mögen zwar den Schmerz überdecken, heilen aber keine Knochen; daher brechen etwa 2. 000 Rennpferde jährlich auf der Rennbahn zusammen. Manchmal werden auch die Jockeys dabei verletzt. Lasix wird auch verwendet, um das Vorhandensein illegaler Substanzen zu verschleiern, indem es deren Konzentrationen abschwächt. Ein weiteres Problem der derzeitigen Nachweismethoden besteht darin, daß man manche Medikamente in so geringen Dosen anwenden kann, daß sie praktisch nicht nachweisbar sind. Die Trainer suchen außerdem ständig nach neuen Drogen, die noch schwerer nachzuweisen sind, u. a. auch solche "die noch gar keinen Namen tragen. . . (vom) Schwarzmarkt für heimische Drogen stammen und illegal im- und exportiert werden", so ein Tierarzt. (3) Bestimmungen für Rennen Viele der bundesstaatlichen Gesetze und Bestimmungen für Pferderennen in den USA beziehen sich auf die Verwendung von Drogen und Medikamenten. Die Rennkommissionen sind im allgemeinen allerdings weniger beunruhigt über den gesundheitlichen Zustand der Rennpferde als vielmehr daran interessiert, das Renngeschäft ständig lukrativer zu machen. Selbst gefährliche Rennen wie das "Selbstmord-Rennen" des Staates Washington oder potentiell tödliche Dauer-Rennen sind legal, auch wenn es ein paar Einschränkungen geben mag hinsichtlich vorgeschriebener Ruhepausen, dem Mindestalter des Jockeys etc. , damit den örtlichen Tierschutzvorschriften Genüge getan wird. Aber weder das Tierschutzgesetz der USA noch das Gesetz zum Schutze von Pferden finden für Rennpferde Anwendung, wodurch diese vollständig der Gnade der Rennkommissionen und der örtlichen Beamten unterliegen. Verborgene Kosten Rennpferde müssen bei jedem Wetter und auf jeder Art von Rennbahn antreten. Weil die Bundesstaaten der USA um jeden Preis so viel Gewinn wie möglich aus ihren Rennbahnen herausholen wollen, zwingen sie deren Betreiber, das ganze Jahr über geöffnet zu bleiben, auch wenn die Winter besonders streng sind. Allerdings handelt es sich für viele Staaten bei Pferderennen um eine verlorene Wette. Der Bundesstaat Maryland, der lediglich ein halbes Prozent der Einnahmen einer Rennbahn erhält - verglichen mit sechs Prozent im Bundesstaat Iowa (4) - verabschiedete 1985 ein Gesetz, um dem sterbenden Geschäftszweig eine Finanzspritze in Form einer jährlichen 12 Millionen Dollar- Steuervergünstigung zu verabreichen. (5) Im Bundesstaat Minnesota verlor die neue Canterbury Downs-Rennbahn innerhalb eines Jahres 7,9 Millionen Dollar anstatt dem Staat die erwarteten 10 Millionen Dollar Gewinnn einzubringen. Die Gelder, die für die Verwaltung und die Drogentestlabors ausgegeben werden, gehen ebenfalls von den Renneinnahmen des Staates ab. Legalisierte Wetten erzeugen außerdem Ausgaben für den Staat, da sie unweigerlich auch zu illegalem Glücksspiel und anderen ungesetzlichen Aktivitäten führen. 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Die überwiegende Mehrheit führt vielmehr ein Leben voller Streß, das nur allzu häufig von Verletzungen, Verkrüppelungen und vorzeitigem Tod gekrönt wird. Indem Sie sich weigern, bestehende Rennbahnen durch Ihren Besuch oder Ihre Wetten finanziell zu unterstützen, sich außerdem darin engagieren, die Rennbestimmungen zu reformieren und umzusetzen, und indem Sie sich gegen den Bau neuer Rennbahnen aussprechen, können Sie dazu beitragen, diesem grausamen und ausbeuterischen Metier zu dem längst fälligen Ende zu verhelfen. (1) Lyneis, Dick, "It Was a Week Like No Other," Albuquerque Journal, Jan. 24, 1988, p. A8. (2) Pacelle, Wayne, "Horse Racing: Whats Around the Bend?" The Animals Agenda, June 1988, p. 16. (3) Op. cit. , p. 19. (4) Op. cit. , p. 52. (5) "A Run for the Roses," The Washington Post, May 5, 1988. (6) Texans Who Care, paid political advertisement. (7) Ibid. (8) Kram, Mark, "Making a Killing," Philadelphia Daily News, May 4, 1988, p. 97. Quelle: PETA.

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